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Der Future Store 2027

Wie wir in Zukunft shoppen werden

Anfang dieses Jahres öffnete Amazon in Seattle seinen ersten zukunftsorientierten Supermarkt „Amazon Go“ für die Öffentlichkeit. Das Konzept distanziert sich von „menschlichen“ KassiererInnen und bietet ein vollkommen neues und deutlich schnelleres Einkaufserlebnis, indem durch Sensorik und Kameratechnik Einkäufe bereits beim Herausnehmen aus dem Regal erkannt und beim Verlassen des Ladens automatisch per App abgerechnet werden. Durch die Digitalisierung und die Innovationen von Internetgiganten wie Amazon sowie durch steigende Kundenerwartungen gerät der stationäre Handel auch hierzulande zunehmend unter Druck. Doch trotz zahlreicher leerer Verkaufsflächen in den Innenstädten hat der altbekannte Einzelhandel noch längst nicht ausgedient, sondern befindet sich lediglich in einer Übergangsphase hinein in die digitalisierte Welt, welche eine große Herausforderung darstellt. Welche Veränderungen werden uns in den nächsten zehn Jahren erwarten und wie wird das Shopping im Jahr 2027 aussehen?

Im Fokus: Die Customer Experience

Die Lösung liegt in der Verschmelzung des Online- und des Offline-Verkaufs, der Verbindung der virtuellen mit der realen Welt. Innovative Händler wollen das Einkaufserlebnis der Kunden revolutionieren, indem sie neue Technologien für eine einzigartige Customer Experience einsetzen und das bedarfsorientierte in ein erlebnisorientiertes Shopping verwandeln. Mit der zunehmenden Digitalisierung gerät der Mensch jedoch keinesfalls in den Hintergrund, sondern die soziale Ebene rückt mehr denn je in den Fokus. Der stationäre Handel wird zukünftig vermehrt als „Community Organizer“ agieren und das Shopping zu einem sozialen Erlebnis machen, indem das einzigartige Einkaufserlebnis mit Freunden oder Familie geteilt werden kann.

Personalisierung und Individualisierung

In Zukunft werden die Geschäfte in der Innenstadt nicht mehr im herkömmlichen Sinne als „Geschäfte“ erkennbar sein, in welchen die Warenvielfalt im Vordergrund steht, sondern werden vielmehr das Einkaufen mit der Freizeitgestaltung und einem gewissen Unterhaltungswert verschmelzen lassen. In Showrooms werden Produkte regelrecht inszeniert werden, der 3D-Drucker wird das Wunschprodukt direkt vor Ort herstellen und mittels Augmented Reality werden sich Möbel virtuell im eigenen Wohnzimmer ausprobieren lassen.

Effizienz und Geschwindigkeit durch Technologie

Roboter als Verkäufer und Kundenberater, Drohnen als Lieferanten oder intelligente Kühlschränke, welche die verbrauchten Lebensmittel von sich aus nachbestellen – was vor einigen Jahrzehnten noch nach purer Science-Fiction klang, ist heute kurz davor den Massenmarkt zu erreichen. Instant-Payment-Technologien — beispielsweise Smartphone oder kontaktlose Kreditkarte — minimieren das lange Warten in der Schlange an der Kasse. Chatbots, Roboter oder Informationen auf interaktiven Flächen helfen bei der Suche nach bestimmten Produkten. Ein weiteres Beispiel ist die Mailänder Filiale der Supermarktkette Coop, welche mit bereits erwähnter, modernster Technik ausgestattet ist und so die physische optimal mit der digitalen Welt verbindet.

Auch wenn sich der Wandel der herkömmlichen Händler hin zu Future Stores erst langsam abzeichnet, ist er nicht mehr aufzuhalten und nicht mehr aus der Zukunft des Shoppings wegzudenken. Der stationäre Handel wird keinesfalls verschwinden, sondern gerade weil in Zukunft so viel virtuell ablaufen wird, werden Erlebnisse in der realen Welt umso wertvoller – das Erfolgsgeheimnis liegt im Verschmelzen dieser beiden Welten.

Titelbild von SounderBruce (Wikipedia)

Author

Natalie

Studiert Kommunikation und Medienmanagement