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Bericht aus Schottland

Anfang August waren meine Freundin und ich für gut eine Woche in Schottland unterwegs. Die Landschaft war wirklich beeindruckend und zu dieser Jahreszeit grün und saftig. Die sehenswerteste Stadt ist Edinburgh: Hier konnten wir locker ein paar Tage verbringen, ohne uns zu langweilen. Für andere Städte, wie Glasgow und Inverness, reicht ein halber Tag.

Wer auf Städtetouren aus ist, ist in Schottland fehl am Platz. Außerhalb der großen Städte wie Glasgow und Edinburgh bietet die Natur mit ihrer einzigartigen Landschaft einiges mehr. (Zukünftige) Outdoor-Liebhaber kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Der Great Glen Way, welcher sich von Fort William durch die westlichen Highlands bis nach Inverness zieht ist auf jeden Fall eine Wanderung wert. Die Route führt durch die grün bewachsenen Highlands, vorbei an zahlreichen Lochs und kleineren Dörfern.

In Schottland herumzukommen kann etwas kompliziert sein: Abgesehen von der Strecke Glasgow – Edinburgh, auf der die Busse quasi im Minutentakt verkehren, gibt es teilweise nur wenige Verbindungen täglich, welche mit Einzelfahrscheinen zusätzlich ziemlich teuer sind. Zum Glück haben wir im letzten Moment den “Explorer Pass” gefunden, mit dem wir an drei von fünf Tagen mit beliebig vielen CityLink Bussen fahren durften. Den Explorer Pass gibt es für 50 Pfund an den großen Busterminals. Wer doch einmal eine Einzelfahrt buchen möchte, sollte dies unbedingt über die Website von Megabus tun. Hier kosten die selben Tickets teilweise nur halb so viel als an den Schaltern von CityLink. Über 25-jährigen würden wir einen Mietwagen empfehlen, da er definitiv das unkomplizierteste und schnellste Fortbewegungsmittel darstellt. Wer jünger ist, müsste direkt das Doppelte bezahlen und wird sich deshalb sicher dagegen entscheiden.

Was die Unterkunft betrifft, konnten wir meist Hostelbetten für 20 - 30 € pro Nacht und Person buchen. Viele Hostels waren leider unerwartet früh ausgebucht, es lohnt sich also, mindestens eine Woche im Voraus zu buchen. Außerdem findet im ganzen August in Edinburgh das Kunstfestival “The Fringe” statt, sodass hier, und teilweise sogar in Glasgow, alle Hoffnung verloren war.

Aufgrund der hohen Nachfrage insbesondere in der Hauptreisezeit (ca. Juli-September) lohnt es sich, neben den üblichen Seiten wie Hostelworld oder Tripadvisor die sogenannten “Scottish Independent Hostels” (SIH) ins Auge zu fassen. Dabei handelt es sich um unabhängige (teilw. Youth) Hostels welche nicht über einen Vermittler laufen. Das erschwert zwar die schnelle Buchung, da immer direkt beim Hostel per Mail oder Telefon angefragt werden muss, aber es lohnt sich! Nur so konnten wir auf der Isle of Skye schnell eine sehr gute und günstige Unterkunft finden.

Zwei kleine aber empfehlenswerte Hostels sind

Abschließend ein paar Worte zum Wetter: Während unserer Reise hat es zuverlässig jeden Tag geregnet und nach jedem Spaziergang mussten wir - trotz Regenjacken - erstmal wieder trocknen. Trotz dessen folgten des Öfteren auf einen langen Regenschauer schlagartig blauer Himmel und Sonne, sodass T-Shirt-Wetter angesagt war. Wer dennoch dauerhaft gutes Wetter vorzieht, muss sich die richtige Saison (Mai-Juli) heraussuchen.


Danke an Natalie für ihre Beiträge zu diesem Text!